
Das AURORA-A Onkogen ist sehr häufig in kolorektalen Karzinomen überexprimiert und gehört zu den wichtigsten Onkogenen insbesondere in dieser Tumorentität. Es kodiert für eine Kinase, die verschiedene Schritte der mitotischen Zellteilung reguliert. Somit ist die Aurora-A Kinase unmittelbar an dem Erhalt einer chromosomalen Instabilität beteiligt. Jüngste Forschungsergebnisse haben gezeigt, daß darüber hinaus die Aurora-A Kinase ebenfalls die zelluläre Antwort auf verschiedene Therapieformen regulieren kann. Die dafür verantwortlichen molekularen Mechanismen sind bisher jedoch noch unklar. Unsere Arbeiten, die im Rahmen der KFO 179 durchgeführt werden sollen, fokussieren auf die Untersuchung der molekularen Mechanismen, die nach einer AURORA-A Überexpression zum einen die Tumorgenese fördern, zum anderen eine Therapieresistenz in Kolorektalkarzinomzellen vermitteln können. Insbesondere wollen wir untersuchen, welchen Einfluß die AURORA-A Expression auf die Chromosomentrennung in der Mitose hat und wie diese möglicherweise das Tumorwachstum in vitro und in vivo steuern kann. Weiterhin werden wir untersuchen, welchen Rolle die Aurora-A Kinase bei der Therapie-induzierten Apoptose nach einer klinisch-relevanten Radio-Chemotherapie spielt. Schließlich wollen wir untersuchen, ob die Therapieantwort und das Überleben von Patienten mit dem Expressionsspiegeln von AURORA-A in Tumorproben korrelierbar ist, um AURORA-A als möglichen neuen molekularen Marker für eine Therapieantwort beim kolorektalen Karzinom zu testen.
Georg-August-University Goettingen
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